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Bosch - Alles 100-prozentig unter Kontrolle

Dieser Artikel beschreibt das Bosch PowerTools Ersatzteillager in Willershausen. Ein Video über das Bosch ThermoTechnik Ersatzteillager in Lollar (Hessen) befindet sich hier.


Wo täglich fünf Kilo Papier per Hand sortiert wurden, steuert heute Storagement den Materialfluss.

Vom Auftragseingang bis zur Haustür des Kunden kann das Bosch Servicezentrum Willerhausen seine Warenlieferungen verfolgen. Möglich machte dies die Installation von Storagement. Eins der Hihglights dabei: Die lückenlose Auslieferung von täglich 52.000 Einzelteilen war auch während der Einführungsphase sichergestellt.

Hintergrund

In Willershausen befindet sich das zentrale, weltweite Ersatzteillager von Bosch. Innerhalb von 24 Stunden werden von dort aus Vertreter in Deutschland, Belgien, Niederlande und Luxemburg beliefert. Außerdem ist es das Nachschublager für weltweit 50 weitere Feinverteilungslager.

1994 wurde noch jeder Auftrag einzeln per Hand bearbeitet. Der Auftragssteigerung konnte Bosch damit nicht gerecht werden. Die Platzvergabe war im Prinzip selbstgestrickt. Täglich fielen bei der Bestell-Bearbeitung bis zu fünf Kilo Papier an, die z.T per Hand nachkorrigiert wurden.

Vor allem hatte das Unternehmen aber keine Prozesskontrolle. Wenn abends kein Päckchen mehr auf der Förderstrecke stand, ist man davon ausgegangen, dass alle Aufträge bearbeitet worden waren.

Die Einführung

Die Belieferung aller Kunden musste auch während der Einführungsphase sichergestellt sein. Deshalb war es nicht möglich alle Funktionen der Software auf einen Schlag in Betrieb zu nehmen. So wurde beim Kommissionieren und Versand zunächst sowohl mit Papier als auch mit Datenfunk gearbeitet. Die Bestandsführung, der Nachschub und der Wareneingang wurden dann sukzessive in storagement eingebunden.

Die vorhandenen Softwaresysteme (für Lieferscheine, Nachnamesendung bzw. Inventur) wurde in storagement integriert, das problemlos mit den drei Systemen kommuniziert.

Ablauf

Nach Auftragseingang legt Storagement für jede Bestellung einen Lieferscheinstamm an und generiert die Sendung. Dabei "entscheidet" es sich entweder dafür, dass der Auftrag parallel in den unterschiedlichen Kommissionerbereichen bearbeitet wird, oder er lässt die bestellten Waren seriell in den einzelnen Zonen kommissionieren.

Bild: Materialfluss


Über die angebundene Behältertransportanlage werden je nach Lösung nur eine Box auf die Reise geschickt oder mehrere, die nacheinander in einer wegeoptimierten Tour die Kommissionierbereiche durchlaufen. Dort scannen Mitarbeiter mit Datenfunk die Box und können von ihrem Display alle Daten ablesen, die sie für das Zusammenstellen des Auftrags benötigen.

Verlässt der Behälter einen Kommissionierbereich, passiert er jeweils eine elektronische Waage. So weiss man jederzeit wieviel schon bearbeitet wurde, wieviel noch bearbeitet werden muss und welcher Auftrag noch nicht verplant ist. "Einfach absolut online". Online wird auch der Lieferschein im Packbereich gedruckt und genau der Logistikdienstleister ausgewählt, der speziell diesen Auftrag zu den günstigsten Konditionen zum Kunden bringt.

Nutzen pur

Der wirtschaftliche Nutzen, den Bosch aus der Umstellung auf storagement ziehen konnte:

  • 100-prozentige Kontrolle aller Prozesse vom Erhalt der Aufträge bis zur Haustür des Kunden und damit genaue Analyse der Optimierungsmöglichkeiten in allen Funktionsbereichen.
  • Flexible Nutzung der unterschiedlichen Verkehrsträger und des jeweils günstigsten Angebotes.
  • Schnellerer Materialfluss bei bis zu 20.000 bestellten Ersatzteilen pro Arbeitstag.
  • Kein organisatorischer Umtrieb mehr durch fixierte und gestraffte Abwicklung


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